SPD Schwachhausen-Nord

Ausgleich in Sachen Fernwärme

26. Februar 2020

Die Ortsvereine Schwachhausen-Nord und Schwachhausen-West ließen sich informieren, wie weit die Pläne der swb für eine Fernwärmetrasse durch Schwachhausen gediehen sind. Diese Maßnahme wird erhebliche Auswirkungen auf die Bewohner und Bewohnerinnen in Schwachhausen haben. Viele Fragen sind noch ungeklärt, z.B. wie ein Ausgleich für zu fällende Bäume herzustellen ist. Geklärt konnte auf der Veranstaltung nicht, wie sich das Vorhaben auf die Bus-Linie 22 der BSAG auswirkt.

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Bäume ersetzen

Die Bäume, die dem Bau der Fernwärmetrasse quer durch Schwachhausen zum Opfer fallen, müssen samt und sonders ersetzt werden. Das erklärten gestern (24.02.2020) Vertreter der swb AG und der Umweltsenatorin auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung der SPD-Ortsvereine Schwachhausen-Nord und Schwachhausen-West. Auf der gut besuchten Veranstaltung in der Begegnungsstätte in der Biermannstraße wies der Vertreter der swb AG darauf hin, dass für die Ersatzmaßnahmen gute Ideen für Neuanpflanzungen wichtig seien, denn direkt auf der Trasse dürfe nicht gepflanzt werden. Mit diesem Thema werde auch der Beirat Schwachhausen befasst, unter anderem auf der nächsten Sitzung des Fachausschusses Umwelt und Klimaschutz am 10. März. 

 

Friedhelm Behrens von der swb AG berichtete den gut 50 Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Veranstaltung auch, dass auf der Trasse an mehreren „strategischen Stellen“ Abzweigmöglichkeiten geplant seien. Wenn sich später genügend Interessierte fänden, könnten auch private Anlieger an die Fernwärme-Trasse angeschlossen werden. 

 

Während der Veranstaltung gab es von den Zuhörerinnen und Zuhörern zahlreiche Anregungen für die Vertreter der swb AG, u.a. hinsichtlich einer möglichst transparenten Informationspolitik auch im Internet.

 

Wolfgang Grotheer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schwachhausen-Nord, und Jörg Henschen, der Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schwachhausen-West ist, erklärten übereinstimmend, dass sie den Bau der Fernwärmetrasse als klimapolitische Maßnahme begrüßen, weil so das Kohlekraftwerk Hastedt abgeschaltet werden kann. Aber beide würden sich auch weiterhin für drei wichtige Dinge beim Bau der Trasse mitten durch ein Wohngebiet einsetzen. Es dürfen nur möglichst wenig Bäume geschädigt werden. Es muss für einen gleichwertigen Ersatz gesorgt werden, wenn doch Bäume gefällt werden. Und es muss verträgliche Regelungen für die Bewohnerinnen und Bewohner und für den Verkehr geben, wenn Teilstücke der H.-H.-Meier-Alle und der Schwachhauser Ring für viele Monate gesperrt werden.

 

Jörg Henschen, der auch Mitglied des Fachausschusses Klima und Umweltschutz des Beirates ist, forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Ideen für notwendige Ausgleichs-Ersatzmaßnahmen für gefällte Bäume schon jetzt an die Mitglieder der SPD-Fraktion im Beirat weiterzuleiten. Die Zeit für entsprechende Planungen sei sehr knapp.

Trassenverlauf ist geplant

Die Fernwärmeleitung soll von der Müllverbrennungsanlage an der Autobahn bis in den Stadtteil Neue Vahr führen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen wird die Leitung unter anderem durch das Kleingartengebiet nördlich der Eisenbahnlinie, über die H.-H.-Meier-Allee und den Schwachhauser Ring zum Stadtteil Vahr verlaufen. Nördlich der Eisenbahn müssen für den geplanten Trassenverlauf Teile von Kleingärten in Anspruch genommen werden. Die Vertreter der swb berichteten, dass es mit den betroffenen Kleingärtnern hierzu bereits eine Verständigung gebe.