SPD Schwachhausen-Nord

Nah zur Wohnung einkaufen

18. Januar 2021

Auch in Schwachhausen-Nord ermöglichen, nahe der Wohnung einkaufen zu können.

Von der Stadt Bremen liegt der Entwurf eines sogenannten Zentrenkonzept vor, das demnächst in der Bürgerschaft behandelt wird. Die Ausgestaltung ist bedeutsam für die Entscheidung von Unternehmensansiedlungen,  also wie nahe zur Wohnung eingekauft werden kann.

Der Vorstand des Ortsvereins hat sich mit dem Konzept befaßt. Er ist der Auffassung, daß die Geschäfte rund um die Emmawiese als Nahversorgungszentrum eingeordnet werden müssen, um den wohnungsnahen Einkauf zu ermöglichen. Daher hat er in seiner Zusammenkunft per Videokonferenz am 12. Januar 2021 einen entsprechenden Beschluß gefaßt, der hier nachfolgend wieder gegeben wird.


Betrifft: Stadt + Handel Zentrenkonzept

Die Verwaltung der Stadtgemeinde Bremen hat ein nun vorliegendes sog. Zentrenkonzept in Auftrag gegeben, dessen Inhalt im Januar 2021 in der Stadtbürgerschaft diskutiert werden soll. Das Konzept kann Auswirkungen auf konkrete Entscheidungen der bremischen Verwaltung haben, die für Ansiedlungsentscheidungen von Unternehmen von Bedeutung sind. Eine Befassung des Stadtteilbeirates hat bereits stattgefunden.

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Schwachhausen Nord hat sich mit dem Konzept beschäftigt und ist zu der Auffassung gelangt, dass die Bestandsaufnahme nicht komplett, jedenfalls nicht aktuell ist und die Schlussfolgerungen daher nicht zutreffend sind. In dem Papier wird der Bereich H.-H.-Meier-Allee/Emmaplatz von einem Nahversorgungszentrum zu einem Standortbereich heruntergestuft.

In dem Bereich H.-H.-Meier-Allee / Emmastraße/Gevekothstr. befinden sich zahlreiche Einzelhandelsbetriebe und Dienstleistungsbetriebe, ärztliche Einrichtungen und seit kurzen ein neu eröffnetes Gemeindezentrum der evangelischen Kirche. Ebenfalls einzubeziehen ist nach Auffassung des Ortsvereins der in dem Konzept leider nicht berücksichtigte Getränkemarkt „HOL´ AB“, der sich unmittelbar an der Ecke H.-H.-Meier-Allee/Baumschulenweg befindet (auf einem ehemaligen Tankstellengelände) - also in unmittelbarer Nachbarschaft der Bäckerei Thräm - und einen eigenen Parkplatz mit sehr viel Publikumsverkehr hat. Nicht berücksichtigt ist auch das Ärztehaus Emmastr./Gevekothstr..



Im Einzelnen sind daher in die Überlegungen und Planungen die folgenden Einrichtungen einzubeziehen:

der Getränkemarkt „HOL`AB“,

Bäckerei Thräm,

Reisebüro,

z.Zt. Laden für Kinderbedarf, im Sommer Spargelverkauf, Erdbeeren)

griechisches Restaurant „Akropolis“

Schreibwarenladen/Post

neu eröffnetes Gemeindezentrum der evangelischen Kirche

Reinigung Stichweh

Diakonie Pflegestützpunkt.

Facharzt für Innere Medizin, Dr. von Bremen

Apotheke

Geldautomat und Selbstbedienungsterminal der Sparkasse

(die restlichen Räume der Sparkasse an der H.-H.-Meier-Allee/ Emmastraße stehen seit Verlegung der Beratungsangebote an andere Filialen leer)


Bäckerei Effenberg

Eiscafé

Friseurgeschäft

HiFi-Studio

Anker Vermietung

Fachgeschäft für Obst und Gemüse

Fachgeschäft für Zeitungen, Lotto, Schreibwaren

Second-Hand-Kleider

Hundesalon

Ärztehaus (Kinderwunschklinik; Diabetologie)

Cafe new

Wollgeschäft

Manufactur (Möbel)

Kinderladen

Möbel/Antikes

Friseurgeschäft/Fußpflege

Fahrradfachgeschäft/Eisenwaren

Konditorei Knigge

Die jetzt leer stehenden Räume der Sparkasse harren einer anderen Nutzung. Diese jetzt eingetretene Entwicklung ist uns als Anlieger bereits seit Anfang 2020 aufgrund von Gesprächen mit den Mitarbeitern der Sparkasse bekannt.



Die Haltestelle der Linie 6 an der H.-H.-Meier-Allee ist in dem Papier wegen der verkehrstrennenden Wirkung als Nachteil genannt. Diese Beurteilung ist nicht vollständig. Die Straßenbahnlinie 6 verbindet die Universität mit der Innenstadt und ist sehr gut ausgelastet, teils auch überlastet und zieht viele Kunden in den Bereich des Nahversorgungszentrums.



Die aus der falschen bzw. unvollständigen Bestandsaufnahme folgende Bewertung ist daher nicht in Ordnung, denn nicht eine Herabstufung der Entwicklungsplanung, sondern Aktivitäten für eine Verbesserung sind notwendig. Der SPD Ortsverein Schwachhausen-Nord fordert daher eine Neubewertung, die im Zuge der angekündigten Beratungen der Stadtbürgerschaft stattfinden könnte.







Der Ortsverein schlägt hierzu vor:



1. Unterstützung der Sparkasse durch die Verwaltung bei der Suche nach einer adäquaten Nutzung der freigewordenen Räume für Einzelhandelsgeschäfte oder vergleichbare Zwecke.

2. Eine Attraktivierung der Aufenthaltsqualität vor den Geschäften an der H.-H.-Meier-Allee im Bereich der (ehemaligen) Sparkassenräume durch die Schaffung bzw. Modernisierung von Sitzmöglichkeiten.

3. Eine Verbesserung der Querungsmöglichkeiten der H.-H.-Meier-Allee für Fußgänger im Bereich der „Emmawiese“

4. Massnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die „Emmawiese“.

5. Eine optische Aufwertung des Zugangs zu den hinter der „ Emmawiese“ gelegenen verschiedenen Ladengeschäften, der Konditorei Knigge, dem Fahrradreparaturladen und dem Kindergarten, die von der H.-H.-Meier-Allee aus über einen Fußweg zu erreichen sind.

6. Eine Attraktivierung der Grünflächen, die am Rande des Parkplatzes auf der Ecke H.-H.-Meier-Allee/Baumschulenweg liegen, durch Abbau der dort stehenden Glascontainer, Papiercontainer, Elektromüll- Container und der Verhinderung der damit zusammenhängenden ständigen Vermüllung und Belästigung der direkten Anwohner. An dieser Stelle der Grünflächen konnte der Aufbau von wetterfesten Tischen und Bänken und kleineren Spielgeräten erfolgen, sodass sich dort Eltern mit ihren (Grundschul-) Kindern nach Schulschluss treffen könnten ( Der Neubau der Schule auf dem Gelände am Baumschulenweg soll im Sommer des Jahres abgeschlossen sein).

7. Eine angemessene Bewertung und Unterstützung des jeweils am Freitagvormittag stattfindenden und sehr gut besuchten Wochenmarktes auf dem Parkplatz H.-H.-Meier-Allee/ Baumschulenweg, der auch von vielen älteren Menschen nicht nur aus den Ortsteilen Riensberg und Neu-Schwachhausen, sondern aus dem gesamten Stadtteil besucht wird, die in der näheren Umgebung wohnen. Durch Schaffung von Sitzmöglichkeiten am Rande des Wochenmarktes könnte dessen Attraktivität gesteigert werden.